Der Kampf zwischen Christen und Mauren in Pollensa

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Am 2. August findet das Fest der „Mare de Déu dels Àngels“ („Mutter Gottes der Engel“) statt, der Stadtpatronin von Pollença. Bei diesem Fest wird der Sieg der Christen über die maurischen Piraten des Dragut gefeiert, welche in der Nacht vom 30. zum 31. Mai 1550 den Ort Pollensa angriffen. Die Tradition besagt, dass Joan Mas die Mutter Gottes um Hilfe bat, und so einen Sieg über ein Heer von 1.500 Soldaten errang. Das Fest beginnt am Vorabend mit einem großen Straßenfest, dass bis in die frühen Morgenstunden dauern.

Um fünf Uhr früh beginnen dann die Kapellen der Stadt einen Umzug mit Musik. Später treffen dann am „Fuente del Gall“ („Hahnenbrunnen“) die Standartenführer beider Heere aufeinander. Joan Mas vertritt die Christen, Dragut die Mauren. Nachdem um sieben Uhr abends Joan Mas die Mutter Gottes um Hilfe gebeten hat, beginnt die große Schlacht. Langsam zieht sich das maurische Heer durch die „Calle Mayor“ zurück. Wenn die Heere beim Haus „Can Nogués“ angelangt sind, mischt sich „L´Ajuntament Vella“, ein Repräsentant der alten Stadtverwaltung von Mallorca, ebenfalls in die Schlacht. Sobald die Heere vor der Sant-Jordi-Kirche stehen, donnern die Kanonen des christlichen Heeres, und es beginnt der Befreiungskampf der Frauen und Kinder, die die Mauren im Tempel eingeschlossen hatten. Der Kampf endet auf dem Platz „Can n´Escarrinxo“, an der Ausfahrt von Pollensa zum Hafen. Nachdem der Anführer des christlichen Heeres die Standarte mit dem Halbmond erobert hat, begeben sich die christlichen Soldaten zurück zur Kirche, wo sie mit einem Tedeum für den errungenen Sieg danken. Das ganze Schauspiel endet auf der „Plaza Mayor“, wo die „Alborada“ („Frühgesang“) und die Hymne von Pollensa „Es lebe Pollensa“ gesungen wird.

Die Schaukämpfe finden seit dem Jahr 1860 statt; die Anführer beider Heere werden jeweils in den ersten Juniwochen von den Bürgern gewählt.

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